Day 16 - Narooma

Die heutige Strecke von Lakes Entrance nach Narooma war mit gegen 400 km eh schon etwas länger, trotzdem entschieden wir uns, statt die ganze Strecke auf der A1 zu bleiben, den letzten Drittel entlang der Küste zu fahren, was zwar nicht mehr Kilometer aber doch etwas mehr Zeit erforderte. Der Abschnitt war dann aber wirklich auch sehenswert. Wir fuhren an diversen schönen Stränden vorbei und über mehrere, zum Teil holprige, einspurige Brücken, welche über einen Meeresarm führten.

Zuerst kam aber wieder mal eine "Grenze" vom Bundesstaat Victoria nach New South Wales. Erneut mussten wir vorher Früchte aufessen oder entsorgen. Komisch ist, dass die Übergänge sehr unscheinbar sind und entlang der Strasse keine Informationen dazu stehen, was denn mitgeführt werden darf und was nicht. Wenn man einmal zuviel blinzelt, hat man allenfalls gar verpasst, dass man nicht mehr im gleichen Staat ist. Zumindest gab es dieses Mal keine Uhren umzustellen, da die beiden Staaten dieselbe Zeitzone führen und bei beiden die Sommerzeit gilt.

In Eden legten wir eine Mittagspause bei einem schönen Strand ein. Auch hier waren die Wellen recht hoch und luden nicht zum Baden ein. Wir sind ein wenig dem Strand entlang spaziert und kamen an schönen, roten Felsen vorbei. Dort hattes es dann sogar einen von Menschenhand angelegten Meerwasser-Pool, aber unsere Badebekleidung lag noch im Auto und da wir ja auch mal wieder weiterfahren wollten, blieb sie auch dort.

Um nicht nur zu fahren, sondern uns auch noch ein wenig zu bewegen, stoppten wir in Merimbula für einen Spaziergang auf einem Boardwalk. Das war wieder ein Naturerlebnis, sowohl zu sehen als auch zu hören. Neben verschiedenen Vögeln sahen wir Eidechsen und Armeen von Krebsen, Armeen, weil die Soldier Crabs heissen und wirklich fast in Reih und Glied herumflitzen. Es wirkte fast, als würden sie auf den Steg zukommen, in der Hoffnung, etwas von den Fussgängern darauf zu bekommen. Wenn man sich dann aber ein wenig zu ihnen bückte, machten sie eine Kehrtwende. Es schien auch, als hätte jede Kompanie dieser Soldaten einen Hauptmann, welcher doppelt oder dreifach so gross war, wie diese Mini-Dingers. Den Vogel Bell Miner (Wikipedia) konnten wir zwar nicht sehen, aber dafür umso mehr hören. Aus allen Richtungen tönte es wie eine Glocke oder....

Bell Miner (im Hintergrund hört man evtl. noch Frösche mit Plopp-Geräuschen und meine Schritte)

Im späteren Nachmittag kamen wir bei unserer Unterkunft in Narooma an, einem von einem älteren Ehepar geführtes Bed and Breakfast. Nach ein paar frustierenden Frühstücksangeboten in zuvor besuchten Hotels, konnte man hier am Vorabend quasi einen Multi-Check-Bogen mit Wünschen für das «Zmorge» ausfüllen. Auch sonst war das Paar sehr zuvorkommend und hilfsbereit.