Day 29 - Mullumbimby
Wieder mal so ein toller Ortsname. Fragt mich nicht, wie man all die Wörter ausspricht. Die Zeit zwischen Check-Out und nächstem Check-In wollte zusätzlich zur Reisezeit noch überbrückt werden. So hatten wir uns den Dorrigo National Park etwas nordwestlich von Nambucca Heads ausgesucht, einen Regenwald, wo es offenbar einen Skywalk, also einen Steg über den Bäumen, geben soll.
Wir hätten uns vielleicht im Voraus ein bisschen besser schlau machen sollen. Der Waterfall Way, die Strasse zwischen Bellingen und Dorrigo war offenbar schon länger wegen einem Hangrutsch gesperrt und so mussten wir einen ziemlich abenteuerlichen Umweg auf uns nehmen. Wir fuhren eine endlos lang scheinende Zeit auf schlechten, engen und nur noch teilweise oder gar nicht befestigten Strassen und über schmale Brückenstege. Als wir nach der Umfahrung auf dem oberen Teil des Waterfall Way landeten, mussten wir feststellen, dass wir noch etwas übersehen hatten und zwar, dass der Park auf fast 800 Metern über Meer ist und wir ja auf Meereshöhe starteten.
Oben bei Regenfall angekommen, kamen noch ein paar weitere Überraschungen auf uns zu. Zuerst mal war es da neblig und eben regnerisch. Dann mussten wir feststellen, dass unser Auto plötzlich mehrfarbig war. Als nächstes stellte sich heraus, dass der Skywalk einfach eine vom Visitor Centre ausgehende kurze Plattform über den Bäumen. Zumindest sahen wir von da oben aus neben Bäumen noch ein känguruhaähnliches Getier, welches auf Englisch wohl Red-Necked Pademelon und auf Deutsch Rothalsfilander genannt wird. Noch nie gehört so was.
Als letzte Überraschung wurden wir im Visitor Centre darauf hingewiesen, dass wir auf dem dort startenden Trail aufgrund des Regens wohl ziemlich von Blutegeln (Leeches) belästigt werden könnten. Auf einem Plakat stand, man solle lange Hosen tragen und die Socken darüber stülpen, die Dame im Visitor Centre meinte aber, es sei besser mit kurzen Hosen, dann sähe man die Dingers gleich und könne sie entfernen 😂 Als wir nach dem ersten Stück des Trails schon mehreren Personen begegnet sind, welche versuchten Leeches zu entfernen und bereits die ersten an unseren Schuhen hatten (die Viecher sind ganz dünn und vielleicht 1-2 cm lang), hatten wir genug und kehrten um. Beim Auto angekommen zogen wir Schuhe und Socken aus und kontrollierten alles nochmals. Bisher ist keiner mehr irgendwo sichtbar herausgekrochen.
So fuhren wir denn weiter richtung Norden, nicht den gleich Weg wie wir gekommen sind, aber nochmals um gefühlte 500 Kurven. Unterweg konnte ich für Dollar 2.10 tanken, während es vielerorts sonst um Dollar 2.40 oder gar 2.50 anzeigt. Mullumbimy liegt ganz in der Nähe von Byron Bay, einem bekannten Küstenstädtchen und Strand, keine 200 km südlich von Brisbane. Byron Bay war zuletzt aber auch wegen Haien in Strandnähe bekannt und heute waren es dann auf Grund von Regen überflutete Strassen, welche in Instagram hervorgehoben wurden. Lassen wir uns überraschen, wie das morgen bei einem Besuch dort aussehen wird.
Ich hoffe, dass wir und ihr diese Nacht nicht von Blutegeln träumen.











